45. Internationale Ökumenische Konferenz der Hebräischlehrenden (IÖKH)

8. bis 10. Mai 2015 | In diesem Jahr fand die jährliche Konferenz der Hebräischlehrenden in Erfurt statt und legte den thematischen Schwerpunkt auf die „Hebräische Schrift zwischen Juden- und Christentum in Mittelalter und früher Neuzeit“ und das jüdische Erbe der Stadt Erfurt.

Dr. Margaretha Boockmann hält zur Eröffnung des Kolloqiums im Auditorium Coelicum den Abendvortrag
Foto: Im Auditorium Coelicum wurde die Tagung am 8. Mai mit einem Abendvortrag von Dr. Margaretha Boockmann eröffnet.. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die Universität Erfurt und das Augustinerkloster sind Veranstaltungsorte der Tagung, die unter dem Thema "Hebräische Schrift zwischen Juden- und Christentum in Mittelalter und früher Neuzeit" stand. Die Stadt Erfurt beteiligte sich als Kooperationspartner an der Konferenz, da die schriftlichen Hinterlassenschaften der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde in Erfurt im Zentrum standen. Das sind zum einen die hebräischen Handschriften aus dem Besitz der Erfurter Gemeinde und zum anderen die Inschriften auf den erhaltenen mittelalterlichen Grabsteinen.

Die Erkundung der historischen Orte und Texte wurde durch eine Reihe von Vorträgen vorbereitet, für welche renommierte Referenten aus dem In- und Ausland gewonnen werden konnten. Diese Vorträge widmeten sich zum einen den beiden genannten jüdischen Textcorpora, ihrer Erforschungsgeschichte und schriftgeschichtlichen Besonderheiten. Zum anderen wurde der Gebrauch der hebräischen Schrift durch christliche Gelehrte sowie innerhalb der christlichen Kunst in den Blick genommen – alles vor dem Hintergrund des spannungsreichen Verhältnisses zwischen jüdischer und christlicher Bevölkerung im mittelalterlichen Thüringen.