Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt"

Das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" erschließt Orte jüdischer Geschichte und Gegenwart in Erfurt und bietet mit dem Museum Alte Synagoge, der Begegnungsstätte Kleine Synagoge, der mittelalterlichen Mikwe, aber auch der Neuen Synagoge, die Zentrum eines lebendigen Gemeindelebens ist, ideale Möglichkeiten, 1000 Jahre deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart kennenzulernen. Daneben sind die jüdischen Friedhöfe Teil des Netzwerks. Durch archäologische Funde und die wissenschaftliche Aufarbeitung wächst das Netzwerk um weitere Elemente, beispielsweise um das Schaudepot mittelalterlicher jüdischer Grabsteine.

Leitgedanke ist, die jeweilige Geschichte am historischen Ort zu erzählen: die Geschichte der mittelalterlichen Gemeinde ist Thema in der Alten Synagoge, das jüdische Leben im 19. und 20. Jahrhundert wird in der Kleinen Synagoge erzählt und die Gegenwart kann man in der Neuen Synagoge erleben. Dabei geht es stets darum, Stadtgeschichte mit Schwerpunkt auf den jüdischen Einwohnern und ihrer Interaktion mit der christlich geprägten Umwelt nachvollziehbar zu machen. Enge Kooperationen bestehen mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und dem Erinnerungsort Topf und Söhne.