Synagogenkolleg 5 – Judentum für Anfänger und Fortgeschrittene

07.02.2017 17:15 – 11.04.2017 18:45

Das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bietet in Kooperation mit der VHS Erfurt ab dem 7. Februar 2017 das nunmehr 5. Synagogenkolleg an. Dieses findet zehn Wochen lang immer dienstags von 17:15 bis 18:45 Uhr in der Begegnungsstätte Kleine Synagoge statt. Es bietet allgemeine und weiterführende Vorträge über das Judentum und seinen Einfluss auf die Erfurter Stadtgeschichte an.

Innenansicht des Betsaals mit Toraschrein und hebräischen Lettern
Ausschnitt Westfassade Alte Synagoge Erfurt Foto: © Atelier Papenfuss
11.04.2017 18:45

SynagogenKolleg 5 – Judentum für Anfänger und Fortgeschrittene

Genre Veranstaltung
Veranstalter Netzwerk „Jüdisches Leben Erfurt“ in Kooperation mit der VHS Erfurt
Veranstaltungsort Begegnungsstätte Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 5, 99084 Erfurt

Auf dem Programm stehen Vorträge zum jüdischen Leben, jüdischer Religion, Geschichte, Kunst und Kultur. Dr. Diana Matut von der Universität Erfurt spricht über das jüdische Frauenleben zwischen Kinder, Küche und Synagoge. Sarah Laubenstein informiert über den aktuellen Stand der Unesco-Welterbebewerbung. Prof. Dr. Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, erzählt aus seinem bewegten Leben als Jude in Thüringen. Dr. Anselm Hartingers Vortrag widmet sich dem Thema "Luther, Bach, die Passionen und der protestantische 'Antijudaismus'".

Daneben bietet das Synagogenkolleg Exkursionen zu Orten des jüdischen Lebens in Erfurt. Dr. Barbara Perlich führt durch den Gebäudekomplex Benediktsplatz 1, das sogenannte Steinhaus, das ab dem 13. Jahrhundert von Juden bewohnt wurde. Dr. Maria Stürzebecher führt die Teilnehmenden ihres Vortrags zum mittelalterlichen jüdischen Friedhof im Anschluss in das Schaudepot, wo Grabsteine des Friedhofs zu sehen sind. Mit Oberkurator Hardy Eidam haben die Teilnehmer des Kollegs die Gelegenheit, das jüdische Quartier näher unter die Lupe zu nehmen.

Auch das Thema Nationalsozialismus ist Schwerpunkt des Kollegs: Dr. Aribert Rothe informiert über die Erfurter DenkNadeln, die vor den Wohnhäusern von als Juden verfolgten und ermordeten Erfurterinnen und Erfurtern an deren Schicksal erinnern. Dr. Reiner Prass führt durch die Ausstellung "Hitlers Mein Kampf. Ein (un)gelesenes Buch?" Festlich wird es zum Ausklang des Kollegs am 11. April: Hier spielt Misrach im Betsaal der Kleinen Synagoge und es findet die feierliche Übergabe der Zertifikate statt.

Das immer dienstags von 17:15 Uhr bis 18:45 Uhr stattfindende Kolleg richtet sich an Personen mit vertieftem Interesse zum Thema Judentum und seinen Einfluss auf die Erfurter Stadtgeschichte.

Anmeldungen zum Kolleg finden über die Volkshochschule Erfurt statt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro pro Person, ermäßigt 64 Euro pro Person
Veranstaltungsort ist die Begegnungsstätte Kleine Synagoge.