Weiterbauen im Welterbe – unvereinbarer Gegensatz oder Raum für Neues?

09.01.2018 19:30 – 09.01.2018 21:00

Wie baut man modern im historischen Kontext? Hat ein Welterbestatus Einfluss darauf – und wenn ja, wie? Ein Vortrag von Dipl.-Ing. Ekkehard Wohlgemuth, Amtsleiter Planung und Bau der Hansestadt Stralsund

Links im Bild und im Hintergrund ragt ein gotischer Backsteinkirchturm in den Himmel. Auf der rechten Bildhälfte und eher im Vordergrund der erste Stock und das Dachgeschoss eines modernen, beige verputzten Wohnhauses
Foto: © E. Wohlgemuth
09.01.2018 21:00

Weiterbauen im Welterbe – unvereinbarer Gegensatz oder Raum für Neues?

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Unesco-Beauftragte in Kooperation mit den Geschichtsmuseen
Veranstaltungsort Alte Synagoge, Waagegasse 8, 99084 Erfurt
Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren lächelt in die Kamera. Er trägt ein schwarzes Hemd und dunkles Sakko.
Foto: Ekkehard Wohlgemuth, Hansestadt Stralsund Foto: © E. Wohlgemuth

Das Weiterbauen im historischen Kontext ist eine öffentliche Angelegenheit, das gilt erst recht für das Planen und Bauen im Welterbe. Modernes Bauen führt eher zu kontroversen Diskussionen als gesichtslose „Allerwelts-Architektur“ oder das kritiklose Nachahmen vermeintlich historischer Fassaden. Am Beispiel der Stralsunder Altstadt, Unesco-Welterbe seit 2002, wird deutlich, dass zeitgenössische Architektur in der Kontinuität des baukulturellen Erbes stehen kann, wenn die Prinzipien der historischen Stadt berücksichtigt werden. Die Verständigung auf städtebauliche und denkmalpflegerische Grundsätze sowie die öffentliche Kommunikation über die Gestaltung des Stadtraums spielen dabei eine maßgebliche Rolle.

Zur Person

Ekkehard Wohlgemuth studierte bis 1997 Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Danach arbeitete er im Leipziger Architekturbüro Fuchshuber & Partner und schloss 2001 sein Referendariat im Land Brandenburg mit der 2. Großen Staatsprüfung ab.
Seit 2002 ist er bei der Hansestadt Stralsund im Bereich Stadtplanung/Denkmalpflege tätig, mittlerweile als Amtsleiter Planung und Bau.

Weitere Termine 2018

13. Februar: "Kommunikation, Netzwerke und kultureller Transfer jüdischer Gemeinden im Mittelalter" - Prof. Johannes Heil, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg

6. März: "Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz als Erinnerungsorte" - Dr. Christoph Cluse, Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden, Universität Trier

10. April: "Jüdische Friedhöfe in Thüringen" - Nathanja Hüttenmeister, Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

8. Mai: "Die Geheimnisse der Buchstabenkrönchen in den Erfurter Torarollen" - Dr. Annett Martini, Institut für Judaistik, Freie Universität Berlin

5. Juni: "Ritual im Bild - Essen und Trinken in mittelalterlichen jüdischen Darstellungen" - Dr. Claudia Bergmann, Universität Erfurt

11. September: "Jüdisch-christliches Zusammenleben und Interaktion" - PD Mag. Dr. Birgit Wiedl, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

9. Oktober: "Der jüdische Friedhof Königstraße in Hamburg-Altona" - Dr. Michael Studemund-Halévy, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

6. November: "Welterbe 'Klassisches Weimar' – Wohn- und Wirkungsstätten der Klassiker und ihrer Förderer" - Klassik-Stiftung Weimar (N. N.)

4. Dezember: "Ritus und Raum in mittelalterlichen Synagogen" - Prof. Annette Weber, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg