Kommunikation, Netzwerke und kultureller Transfer jüdischer Gemeinden im Mittelalter

13.02.2018 19:30 – 13.02.2018 21:00

Ein Vortrag von Prof. Johannes Heil, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Zu sehen ist ein schmales gotisches Eingangsportal mit spitzbogigem steinernen Dekor. Dir geöffnete Holztür geht nach innen auf, der Betrachter steht vor dem Eingang, in den Raum hinein sieht man jedoch nicht.
Foto: © J. Heil
13.02.2018 21:00

Kommunikation, Netzwerke und kultureller Transfer jüdischer Gemeinden im Mittelalter

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Unesco-Beauftragte in Kooperation mit den Geschichtsmuseen
Veranstaltungsort Alte Synagoge, Waagegasse 8, 99084 Erfurt
Vor grauem Hintergrund blickt ein bärtiger Mann mit dunkel umrandeter Brille lächelnd in die Kamera. Er trägt einen dunklen Anzug mit blau-gelber Krawatte und blauem Hemd.
Foto: Johannes Heil Foto: © Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg

Um zu bestehen, bedarf eine Minderheit des überörtlichen Austauschs. Das gilt für Individuen, Familien und Gemeinden und es bezieht sich auf persönliche Verbindungen, Gemeindeorganisationen, Wissensaustausch und Geschäftskooperationen. Die jüdische Gemeinde Erfurts mit ihrer Mittlerfunktion im Zentrum Europas bietet eindrückliche Beispiele dafür. Für das 11.-13. Jahrhundert wird der Vortrag auch auf Beispiele aus dem Rheinland und Frankreich eingehen.

Zur Person

Johannes Heil studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Religionsphilosophie in Frankfurt, dazu Judaistik in Frankfurt, Tel Aviv und Haifa. Auf die Promotion bei Johannes Fried und Heribert Müller 1994 folgte 2003 die Habilitation bei Wolfgang Benz in Berlin. Nach Fellowships in Madison (Wisconsin) und Notre Dame (Indiana) wurde er 2005 auf den Ignatz Bubis-Stiftungslehrstuhl der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg berufen. Seit 2008 leitete er die Hochschule kommissarisch und wurde 2013 zum Rektor gewählt. Seit 2012 ist er Honorarprofessor der Universität Heidelberg.

Weitere Termine 2018

6. März: „Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz als Erinnerungsorte“ – Dr. Christoph Cluse, Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden, Universität Trier

10. April: „Jüdische Friedhöfe in Thüringen“ – Nathanja Hüttenmeister, Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

8. Mai: „Die Geheimnisse der Buchstabenkrönchen in den Erfurter Torarollen“ – Dr. Annett Martini, Institut für Judaistik, Freie Universität Berlin

5. Juni: „Ritual im Bild – Essen und Trinken in mittelalterlichen jüdischen Darstellungen“ – Dr. Claudia Bergmann, Universität Erfurt

11. September: „Jüdisch-christliches Zusammenleben und Interaktion“ – PD Mag. Dr. Birgit Wiedl, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

9. Oktober: „Der jüdische Friedhof Königstraße in Hamburg-Altona“ – Dr. Michael Studemund-Halévy, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

6. November: „Welterbe 'Klassisches Weimar' – Wohn- und Wirkungsstätten der Klassiker und ihrer Förderer“ – Klassik-Stiftung Weimar (N. N.)

4. Dezember: „Ritus und Raum in mittelalterlichen Synagogen“ – Prof. Annette Weber, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg