10 Minuten Stadtgeschichte. Der Pogrom am 21. März 1349

21.03.2018 12:00 – 21.03.2018 12:10

Am Mittwoch, den 21. März 2018, spricht Hardy Eidam um 12:00 Uhr für 10 Minuten über den Pogrom, der sich 669 Jahre zuvor am gleichen Tag ereignet hatte und die erste jüdische Gemeinde in Erfurt auslöschte.

21.03.2018 12:10

10 Minuten Stadtgeschichte. Der Pogrom am 21. März 1349

Genre Veranstaltung
Veranstalter Netzwerk „Jüdisches Leben Erfurt“
Veranstaltungsort Alte Synagoge Erfurt, Waagegasse 8, 99084 Erfurt

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Mitte des 14. Jahrhunderts brach die Pest in Europa aus. Für diese Seuche machte die christliche Bevölkerung Juden verantwortlich und beschuldigte sie, Brunnen zu vergiften. Daher kam es an vielen Orten zu Judenverfolgungen, so auch in Erfurt. Am 21. März 1349 überfielen Aufrührer das jüdische Viertel. Sie erschlugen eine große Anzahl von Juden, das Viertel um die Synagoge brannte ab. Die gesamte Gemeinde wurde ausgelöscht, bis zu 900 Menschen starben.

Mit dem Pogrom gelangten Handschriften und Ausstattung der Synagoge in städtischen Besitz. Der Erfurter Rat verkaufte die Synagoge an einen Kaufmann, der sie in ein Lagerhaus umbaute. Ausgerechnet dieser Katastrophe verdanken wir die Bewahrung des Baus und den Großteil der in der Alten Synagoge präsentierten Objekte.