Novemberpogrom 1938 in Erfurt. Aus Dokumenten und Erinnerungen

17.11.2016 09:39

Anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome 1938 erschien im November 2014 eine von der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Erfurt und dem Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" herausgegebene Publikation, die Dokumente, Augenzeugenberichte und frühere Darstellungen der Ereignisse des 9. und 10. November 1938 in Erfurt zusammenfasst.

Buchcover der Publikation mit Buchtitel. Dazu Foto der zerstörten Großen Synagoge in Erfurt
Bild: © Stadtverwaltung Erfurt

Namentlich genannt werden die Männer, die in der Nacht zum 10. November 1938 in einer Sammelstelle - der Turnhalle der Humboldtschule - festgehalten und gepeinigt wurden bzw. am 10. November von Erfurt in das Konzentrationslager Buchenwald verbracht worden waren. Diejenigen unter ihnen, die in der Shoa zu Tode kamen, werden in dem 2013 veröffentlichten Gedenkbuch vorgestellt.

Die vorliegende Publikation erwähnt auch jene, die Zwangsarbeit und Lager überlebten, die einen sicheren Emigrationsort fanden bzw. deren Schicksal bis heute nicht aufgeklärt ist. Neben den schon mehrfach veröffentlichten Fotografien von der Ruine der Synagoge, die heute als Große Synagoge bezeichnet wird, werden bisher unveröffentlichte Aufnahmen gezeigt.

Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung (Hg.)
Novemberpogrom 1938 in Erfurt. Aus Dokumenten und Erinnerungen, Jena 2014,
verfasst von Dr. Jutta Hoschek
Verlag: Vopelius Jena
Kosten: 14,80 €
ISBN: 978-3-939718-78-9