Judaist in Residence 2019: Steven Fine

Im Jahr 2019 war Prof. Dr. Steven Fine „Judaist in Residence“ in Erfurt.

Prof. Dr. Steven Fine

Mann auf einem Gerüst
Foto: © Prof. Dr. Steven Fine

Vita

Prof. Prof. Steven Fine ist Kulturhistoriker, spezialisiert auf die jüdische Tradition im Römischen Reich. Seine Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf die Literatur, Kunst und Archäologie des alten Judentums – und die Art und Weise, wie moderne Wissenschaftler die jüdische Antike interpretiert haben.

Fine lehrt als Professor für jüdische Geschichte und ist Direktor des Yeshiva University Centers for Israel Studies in New York, hat zahlreiche Forschungsaufenthalte absolviert und ist ein bekannter und begehrter Referent auf wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen.

Forschungsprojekt

Ein Forschungsschwerpunkt von Prof. Fine ist die Menora im Tempel und ihre Darstellungen – und daher steht im Mittelpunkt seines Forschungsprojektes in Erfurt auch eine besondere Darstellung des siebenarmigen Leuchters: eine Rötelzeichnung des 12. Jahrhunderts in der Peterskirche. Ziel ist es, diese Darstellung in den größeren Kontext mittelalterlicher Leuchter und Darstellungen der Menora einzuordnen. Zudem soll die Funktion der Erfurter Darstellung in ihren liturgischen Kontexten und die Möglichkeit jüdischer Einflüsse untersucht werden. Die Ergebnisse werden als Aufsatz im 6. Band der Erfurter Schriften zur Jüdischen Geschichte, Ritual Objects in Ritual Contexts, 2020 veröffentlicht.

Meldungen, Vorträge, Führungen, Gespräche und weitere Veranstaltungen

Guest Lecture am Max-Weber-Kolleg

Veranstaltung: 27.05.2019 12:30 – 14:00

Steven Fine: “The Petersburg ‘Menorah‘ and the History of Seven-Branched Lampstands in Medieval Europe“