Die Alte Synagoge Erfurt

Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
Foto: © Papenfuss - Atelier für Gestaltung

Die Alte Synagoge ist mit ihren ältesten Bauteilen aus dem 11. Jahrhundert die älteste, bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Hier ist 2009 ein außergewöhnliches Museum entstanden und ein Ort geschaffen worden, an dem mittelalterliche Sachzeugnisse der jüdischen Gemeinde Erfurts der Öffentlichkeit zugänglich sind. Zusammen mit der Dokumentation der Baugeschichte der Synagoge selbst sollen sie ein Schlaglicht auf die Geschichte der Erfurter Gemeinde werfen, die im Mittelalter eine herausragende Stellung in Europa innehatte.

Die Ausstellung der Alten Synagoge veranschaulicht die Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde Erfurts. Im Hof sind Grabsteine des zerstörten mittelalterlichen Friedhofs zu sehen. Die Baugeschichte der Synagoge ist Thema im Erdgeschoss. Der Keller beherbergt den in der Nähe der Synagoge gefundenen Schatz, den ein Jude während des Pogroms von 1349 vergrub. Die Erfurter Hebräischen Handschriften werden im Obergeschoss thematisiert.

Aktuelle Veranstaltungen

Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
©  Papenfuss - Atelier für Gestaltung

Öffentliche Führung durch die Alte Synagoge

18.08.2018 11:15 – 12:45

Immer samstags um 11:15 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Alte Synagoge statt. Besucher erfahren spannende Details zur Bau- und Nutzungsgeschichte der ältesten bis auf das Dach erhaltenen Synagoge Mitteleuropas, über den Erfurter Schatz sowie über die Erfurter Hebräischen Handschriften.

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Brosche, geformt wie Pfeil und Bogen aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts
©  Papenfuss | Atelier für Gestaltung

Owe Mins H(erz) – Liebessymbolik an mittelalterlichen Schmuckstücken aus jüdisch-christlichem Kontext

05.09.2018 16:30 – 17:30

Am Mittwoch, dem 5. September findet im Rahmen der Denkmalwoche eine Führung mit Dr. Maria Stürzebecher statt. Unter dem Titel „Owe Mins H(erz)“ erklärt sie die Liebessymbolik an mittelalterlichen Schmuckstücken aus dem jüdisch-christlichem Kontext.

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Große Hebräische Bibel, auf die Seiten des 1. Buch Mose aufgeschlagen.
©  Stadtverwaltung Erfurt

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ – Die Bibel als verbindendes Element zwischen Christen- und Judentum

07.09.2018 15:00 – 27.09.2018 16:30

Am Freitag, den 7. September findet im Rahmen der Denkmalwoche um 15 Uhr ein Gespräch mit Dr. habil. Peter Stein statt. Unter dem Titel „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ wird die Bibel als verbindendes Element zwischen dem Christen - und Judentum angeschaut.

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Viele Menschen sitzen und stehen auf der Krämerbrücke, sie schauen einer Band dabei zu, wie sie musizieren.
©  Achava e. V., Elena Kaufmann

Achava-Festspiele Thüringen 2018

20.09.2018 19:00 – 30.09.2018 21:00

Zum vierten Mal finden 2018 die Achava-Festspiele Thüringen statt, um ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Dialog zwischen Religionen und Kulturen zu setzen.

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Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
©  Papenfuss - Atelier für Gestaltung

Kerzenscheinführung durch die Alte Synagoge

22.09.2018 21:00 – 22:30

Am Samstag, dem 22. September 2018, findet um 21 Uhr im Rahmen der Achava-Festspiele Thüringen eine Kerzenscheinführung durch die Alte Synagoge statt.

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Stadtführungen „Jüdisches Leben Erfurt“

23.09.2018 11:00 – 16:30

Im Rahmen der Achava-Festspiele 2018, finden am Sonntag, den 23. September, drei kostenfreie öffentliche Führungen zum jüdischen Leben in Erfurt statt.

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Essen und Identität im Judentum

23.09.2018 16:00 – 17:30

Am Sonntag, den 23. September, finden im Rahmen der Achava-Festspiele 2018 Gesprächsrunden zum Thema „Essen und Identität im Judentum“ statt. Das Gespräch wird geleitet von Prof. Dr. Jascha Nemtsov von der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und Dr. Claudia Bergmann vom Max Weber Kolleg der Universität Erfurt.

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