Beschriebene Schiefertafeln des 14. Jahrhunderts aus dem Kölner Jüdischen Viertel
Malin Drees und Maximilian M. D. Holfelder, Seminar für Judaistik an der Goethe-Universität Frankfurt, referieren über: Beschriebene Schiefertafeln des 14. …
In der in großen Teilen intakten mittelalterlichen Altstadt von Erfurt haben sich einmalige bauliche Zeugnisse der bedeutenden jüdischen Gemeinde aus der Zeit zwischen dem ausgehenden 11. und der Mitte des 14. Jahrhunderts erhalten. Ergänzt und aufgewertet werden die Bauzeugnisse durch eine weltweit einzigartige Fülle von Sachzeugnissen, die gemeinsam Aufschluss über das jüdische Gemeinde- und Alltagsleben sowie die Koexistenz von Juden und Christen in mittelalterlichen Städten bieten – in einer Komplexität, die mit keiner bekannten Stätte vergleichbar ist.
Aus diesem Grund hat sich die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt entschieden, für ihr jüdisches Erbe des Mittelalters den Titel „Unesco-Welterbe“ anzustreben.
2014 wurde die Stätte „Alte Synagoge und Mikwe in Erfurt – Zeugnisse von Alltag, Religion und Stadtgeschichte zwischen Kontinuität und Wandel“ auf die deutsche Vorschlagsliste für künftige Welterbestätten aufgenommen. Anfang 2021 wurde der Welterbeantrag inklusive Managementplan mit dem Titel „Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt“ über Thüringer Staatskanzlei, Kultusministerkonferenz und Auswärtiges Amt bei der Unesco eingereicht. Nun erfolgt die Prüfung durch ICOMOS, den Internationalen Rat für Denkmalpflege, der den schriftlichen Antrag prüft, aber auch vor Ort die Situation evaluiert und anschließend sein fachliches Votum abgibt – was wiederum die Grundlage der Entscheidung der Unesco-Kommission im Sommer 2022 sein wird.
Malin Drees und Maximilian M. D. Holfelder, Seminar für Judaistik an der Goethe-Universität Frankfurt, referieren über: Beschriebene Schiefertafeln des 14. …
Astrid Peterle, Jüdisches Museum der Stadt Wien: „Unsere Stadt“ im Mittelalter. Eine neue Dauerausstellung für das Museum Judenplatz in Wien
mit Dr. Vladislav Zeev Slepoy
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