Musikalische Finissage zur Sonderausstellung „Sei a Mensch“
Konzert mit Assaf Levitin und Naaman Wagner
Der Eintritt ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Eröffnet wird die Finissage mit einer offiziellen Begrüßung durch Hardy Eidam, Oberkurator des Stadtmuseums. Nach Grußworten von Johannes Gräßer, Leiter der Kulturtage, folgt eine persönliche Danksagung der Fotografin Halina Hildebrand. Im Anschluss geben Assaf Levitin und Naaman Wagner ihr Konzert „Doppelpass“. Levitin übernimmt Gesang, Klarinette und Moderation, Wagner das Klavier.
Musiker Assaf Levitin verbrachte die erste Hälfte seines Lebens in Israel, die zweite in Deutschland. Aus dieser Perspektive entstanden seine Songs, die einen Spagat zwischen zwei Welten beschreiben, indem er immer zuerst die Schlagzeilen aus Israel liest, sich in Deutschland zwar wohl, aber nie zuhause fühlt.
Levitin studierte Gesang in Tel Aviv, Saarbrücken und Zürich und ist seit 2022 „Chasan“, der Kantor der Reformsynagoge in Hamburg. Seine Zusammenarbeit mit Naaman Wagner begann 2014, als dieser zum Stammpianisten des von Levitin gegründeten Ensembles „Die Drei Kantoren“ wurde. Seit dieser Zeit arbeiten die beiden Musiker symbiotisch zusammen und traten bereits in zahlreichen Konzerten, Projekten sowie mit verschiedenen Ensembles auf.
Die Sonderausstellung „,Sei a Mensch‘ – Fotografien von Halina Hildebrand“ ist ebenfalls noch bis Sonntag, den 30. März 2025, kostenfrei im Stadtmuseum Erfurt „Haus zum Stockfisch“ zu sehen. Initiiert wurde sie durch das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt in Kooperation mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, den Jüdisch-Israelischen Kulturtagen Thüringen und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Erfurt. Die Eröffnung fand am 18. Oktober 2024 statt.
Hildebrands Fotografien dokumentieren die Situation in Israel nach dem 7. Oktober 2023. Sie zeigen Momentaufnahmen aus einem verwundeten Land und halten die tiefgreifenden Auswirkungen dieses Schicksalstages auf die israelische Gesellschaft fest. So macht die Schau die Tragweite dieser Katastrophe für Israel sichtbar und setzt ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus.