Wiege der Moderne – Die UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe Darmstadt

01.09.2026 18:30 – 01.09.2026 20:30

Vortrag von Philipp Gutbrod, Institut Mathildenhöhe Darmstadt, in der Alten Synagoge Erfurt. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Arain! Der Erfurter Synagogenabend“.

Besonders kunstvolles Gebäude mit einem hohen Turm umrahmt von einem Platz mit Menschen
Mathildenhöhe Darmstadt Foto: © Marcus Kaufhold
01.09.2026 20:30

Wiege der Moderne – Die UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe Darmstadt

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Unesco-Beauftragte in Kooperation mit den Geschichtsmuseen
Veranstaltungsort Alte Synagoge, Waagegasse 8, 99084 Erfurt

Zum Vortrag:

Die UNESCO-Welterbestätte „Mathildenhöhe Darmstadt“ bildet ein einzigartiges Zeugnis der künstlerischen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die von der Künstlerkolonie Darmstadt geschaffenen Bauwerke, Skulpturen, gestalteten Freiflächen und Werke der angewandten Kunst dokumentieren auf unvergleichliche Weise den architektonischen Aufbruch dieser Epoche geprägt vom Geist internationaler Reformbewegungen. Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein gründete die Künstlerkolonie im Jahr 1899, um Kultur- mit Wirtschaftsförderung zu verbinden. Innerhalb von 15 Jahren waren auf der Mathildenhöhe Darmstadt insgesamt 23 Künstler tätig und erschufen zwischen 1901 und 1914 im Rahmen von vier großen Bauausstellungen ein wegweisendes Ensemble mit internationaler Ausstrahlung. Sie präsentierten Architektur, Raumkunst und Landschaftsgestaltung als integrierte Gesamtkunstwerke. Von der Mathildenhöhe gingen somit entscheidende Impulse für die Architektur- und Designentwicklung des frühen 20. Jahrhunderts aus.

Einlass ab 18:00 Uhr. Beginn um 18:30 Uhr.
Der Eintritt ist wie immer frei.

Lächelnder Mann mit kurzen grauen Haaren
Foto: Portrait Philipp Gutbrod Foto: © Marcus Kaufhold

Zur Person:

Philipp Gutbrod studierte Kunstgeschichte, Öffentliches Recht und Klassische Archäologie an den Universitäten in Heidelberg und München; Gutbrod promovierte 2004 mit einem Postgraduiertenstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes über den Künstler Wols. Gutbrod arbeitete nach dem Studium als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Seminar der Freien Universität Berlin. Nach einer Tätigkeit im Kunstmarkt in den USA und Kanada fungierte er von 2011 bis 2015 am Institut Mathildenhöhe Darmstadt zuerst als Kurator und Sammlungsleiter, dann ab 2015 als Direktor. Er hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert und Veröffentlichungen publiziert. Als Mitglied des UNESCO-Welterbeteams in Darmstadt hat er erfolgreich an der Aufnahme der „Mathildenhöhe Darmstadt“ in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2021 mitgewirkt. Seit März 2025 leitet Gutbrod zusätzlich das Site Management der Welterbestätte und füllt die Stelle des Darmstädter Kulturreferenten aus.