Wie es wirklich war. Die Fundgeschichte des Erfurter Schatzes
Zum Vortrag:
Die Entdeckung des Erfurter Schatzes liegt bald drei Jahrzehnte zurück. In so einem langen Zeitraum verändern sich Sichtweisen auf Dinge, manche Erinnerungen gehen verloren und werden durch neue Erzählungen ersetzt. Ein Schatz und ihn zu finden, beflügelt die Menschen seit jeher in ihrer Phantasie. So nimmt es kein Wunder, dass die Umstände, wie der Schatz an seinen heutigen Standort kam, manchen nicht bewusst ist. Der Vortrag möchte die Auffindungsgeschichte, die Tage vor und nach der Entdeckung rekonstruieren. Um darzustellen, „wie es wirklich war“, dazu helfen Dokumente und Zeitzeugenberichte. Diese betreffen auch die archäologischen Ausgrabungen, die wichtig waren, um den Schatz in einen Kontext setzen zu können.
Einlass ab 18:00 Uhr. Beginn um 18:30 Uhr.
Der Eintritt ist wie immer frei.
Zur Person:
Manfred Böhme studierte Ur- und Frühgeschichte in Münster von 1990 bis 1996. Danach folgten stadtarchäologische Grabungen für die Landesdenkmalämter in Thüringen und Sachsen-Anhalt, Grabungskampagnen mit dem Deutschen Bergbaumuseum Bochum sowie die archäologische Landesaufnahme und Restaurierungsarbeiten im Sultanat Oman bis 2015. Böhme führte 2016 zudem Untersuchungen zum Markt und Kaufhaus in Stendal durch und promovierte anschließend zu diesem Thema. Mit dem Erfassungsprojekt der Braunkohleindustrie in Sachsen-Anhalt von 2021 bis 2023 erfolgte nunmehr die Zuwendung zur Archäologie der Neuzeit und Moderne. Derzeit ist Böhme Montanarchäologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landesamt für Archäologie Sachsen.