Facettenreiches Programm: Stadt Erfurt beteiligt sich an den 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtagen Thüringen

04.03.2026 11:00

Vom 5. bis 26. März 2026 laden die „34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen“ zu einem vielfältigen, überraschenden und lebendigen Programm aus Musik, Kunst, Literatur und Wissenschaft mit insgesamt 80 Events in 16 Thüringer Orten ein.

Etabliertes Festival macht jüdisch-israelische Kultur erlebbar

Foto: Festivalleiter Johannes Gräßer Foto: © Alice End

Das etablierte Festival macht jüdisch-israelische Kultur, Identität und Geschichte erlebbar, stellt sich Antisemitismus entgegen und setzt nachhaltige Impulse für positiven Dialog, Toleranz, Vertrauen, Freundschaft und ein friedliches Miteinander. Organisiert wird es von der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen

Auch die Kooperation der Veranstaltungsreihe mit der Stadt Erfurt geht in die nächste Runde. Erneut beteiligen sich die städtischen Museen mit zahlreichen Programmangeboten am kulturellen Austausch während der Kulturtage. Das Netzwerk Jüdisches Leben, der Erinnerungsort Topf & Söhne und die Galerie Waidspeicher laden zu exklusiven Rundgängen durch das jüdische Viertel und die UNESCO Welterbe-Stätten, Konzerten, Lesungen und Buchpräsentationen sowie öffentlichen Vorträgen und Führungen durch aktuelle Ausstellungen ein. Die Beteiligung der Stadtverwaltung macht nicht nur die große Tradition und lebendige Kultur des Jüdischen Lebens in Thüringen deutlich, sie bekräftigt ebenso die seit dem 17. Juli 2005 bestehende Städtepartnerschaft mit Haifa, der drittgrößten Stadt Israels.

Einige Hinweise und Highlights im Programm

Aufgrund der weiträumigen Sperrung des Luftraums über dem Nahen Osten können mehrere direkt aus Israel eingeladene Künstlerinnen und Künstler nicht anreisen. Einige der Beteiligten sollen für ihre Veranstaltungen per Video zugeschaltet werden.

Das Eröffnungskonzert der Kulturtage findet wie geplant am Donnerstag, dem 5. März, um 19:30 Uhr im Atrium der Stadtwerke Erfurt, Magdeburger Allee 34 in 99086 Erfurt, statt. Für das ursprünglich angekündigte „Sharon Mansur Trio“ wird kurzfristig das israelisch-iranische Musikprojekt „Sistanagila“ aus Berlin übernehmen.

Am Montag, dem 9. März, um 17:00 Uhr eröffnet die Ausstellung „Zwischen Alltag und Herkunft – Porträts aus Haifa und Erfurt“ im Nerly, Marktstraße 6. Das interaktive Fotoprojekt der Künstlerinnen Yaeli Gabriely und Alice End versammelt Porträts von Menschen aus Haifa und Erfurt, aufgenommen in ihrem Alltag und an selbstgewählten Orten. Sie teilen persönliche Geschichten und authentische Momentaufnahmen mit viel Nähe, Identität und den Blick auf die jeweils andere Stadt.

Die Ausstellung „Hamsa, Hamsa, Hamsa“ eröffnet am 10. März um 17:30 Uhr in der Galerie Waidspeicher. Die Sonderschau in Kooperation mit Gastkurator Ido Noy und den Erfurter Kunstmuseen widmet sich israelischer Kunst rund um das Motiv der offenen Hand mit fünf ausgestreckten Fingern – einem bedeutungsvollen Symbol in allen drei großen Weltreligionen, das traditionell als Amulett oder Talisman verwendet wird. Als sinnbildliche Zahl werden hier insgesamt 555 verschiedene Darstellungen der Hamsa gezeigt.

Am Mittwoch, dem 11. März, ab 19:00 Uhr stellt Historiker Dr. Alexander Walther sein Buch „Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus“ am Erinnerungsort Topf & Söhne vor. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen thematisiert das Erinnern jüdischer Überlebender als eigensinnige Praxis in dem streng regulierten Feld der Geschichtskultur in der DDR.

Alle Informationen und das komplette Programm der Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen sind unter www.jikt.de zu finden. Für einige Veranstaltungen ist im Vorfeld eine Anmeldung oder ein Ticketkauf erforderlich.