Vortrag von Birgit Kita: Speyer, Worms, Mainz – das Welterbe SchUM-Stätten und seine Besuchszentren
Zum Vortrag
Besuchszentren von Welterbestätten – Bedeutungsvermittler vor Ort, Orientierungspunkte für Besuchende und Botschafter der UNESCO-Leitidee
Welterbestätten sind Stätten und Denkmäler von großer Bedeutung. Ihr außergewöhnlicher universeller Wert, der von der UNESCO anerkannt wurde, macht sie wichtig für die gesamte Menschheit. Sie machen die Geschichte der Menschheit erlebbar. Welterbe-Besuchszentren tragen dieser Bedeutung Rechnung. Sie bieten eine Vielzahl von Informationen zur Leitidee der UNESCO, zu Welterbestätten weltweit und zur Bedeutung des Welterbes vor Ort. Sie erklären den außergewöhnlichen universellen Wert der beschriebenen Welterbestätte und die Geschichte, die sich daran knüpft. Sie bieten Orientierung für Besucher, sind Anlaufstellen für die Erkundung des Welterbes und dienen der Inspiration und Vorbereitung.
Besuchszentren sind eines der prominentesten Tools zur Vermittlung einer Welterbestätte. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz entsteht nun unser erstes Besuchszentrum für SchUM. Am alten jüdischen Friedhof, also in direkter Nachbarschaft zur Welterbe-Komponente steht nun bereits ein kleiner Pavillon, der als SchUM-Besuchszentrum Mainz bald seine Türen öffnen wird. Dabei ist der Pavillon nicht das Einzige, was wir zur Vermittlung der Welterbe-Komponente in Mainz erdacht haben.
Auch hat eine serielle Welterbestätte besondere Bedürfnisse in der Vermittlung. Die Komponenten im Welterbe SchUM-Stätten liegen immerhin jeweils 40 km voneinander entfernt am Rhein. So hat man sich bereits in der Antragsphase darauf verständigt, in allen drei Städten des seriellen Welterbes, Besuchszentren zu errichten.
Der Vortrag nimmt Sie mit nach Rheinland-Pfalz zur Muttergemeinde von SchUM und zeigt Ihnen das erste von drei Besuchszentren mit einem kurzen Ausblick auf die anderen.
Eintritt frei. Spenden willkommen.
Die Veranstaltung ist leider nicht barrierefrei.
Zur Person
Birgit Kita hat Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Christliche Archäologie & Byzantinische Kunstgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz studiert. Anschließend arbeitete sie als freie Kuratorin, Autorin und Bauforscherin für verschiedene Institutionen in Limburg, Mainz und Wiesbaden, wo sie unter anderem mitwirkte an der Vorbereitung des Welterbe-Antrags der Stadt Wiesbaden zu „Great Spas of Europe“.
In Vorbereitung der Welterbe-Nominierung der SchUM-Stätten erarbeitete Birgit Kita im Auftrag der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz, der Landesdenkmalpflege Mainz, dem Stadtarchiv und der Jüdischen Gemeinde Mainz die Ausstellung „…es ist Licht geworden nach langer Nacht. Mainzer Synagogen – Architektur und Geschichte“. Darüber hinaus konzipierte sie die Tafel-Ausstellung „Künstler sehen SchUM. Ein Blick auf das jüdische Erbe am Rhein. Werke von Manuel Herz, Klaus Krier und Wolf Spitzer“. 2015 bis 2023 leitete Birgit Kita die Vermittlung und Museumspädagogik am Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz, wo sie auch als Kuratorin tätig war und die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit betreute.
Seit Januar 2024 ist sie Geschäftsführerin des SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e. V. und Welterbekoordinatorin des UNESCO-Welterbes SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz.
Von 3. bis 26. März 2025 laden die Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen bereits zum 34. Mal zu einem vielfältigen, überraschenden und lebendigen Programm aus Kultur, Kunst und Wissenschaft ein. Das Festival der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und des Fördervereins für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen zählt über 80 Veranstaltungen in 16 Orten in Thüringen. Alle Informationen unter: www.jikt.de