Jiddisch/ייִדיש – Von den Anfängen bis zum Buchdruck
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Jiddisch ist zunächst eine von Juden und Jüdinnen im deutschen Sprachgebiet gesprochene und geschriebene Sprache. Das Wort „Jiddisch” bedeutet nichts anderes als „jüdisch”. Die Sprache bildete sich in ihren frühesten Phasen aus den verschiedenen deutschen Dialekten, die um hebräisch-aramäische und romanische, am Ende des Mittelalters im Osten dann auch slawische Elemente angereichert wurden. Diese Sprachen hatten einen großen Einfluss auf Vokabular und Struktur des Jiddischen, weshalb Jiddisch auch als Komponentensprache bezeichnet wird. Jiddisch wurde von Anfang an mit hebräischen Buchstaben verschriftlicht. Moderne jiddische Werke sind zumeist auf Ostjiddisch verfasst, während die hier vorgestellten Beispiele mehrheitlich (frühes) Westjiddisch dokumentieren. Die Ausstellung verfolgt das Ziel, die Vielfältigkeit des frühen Jiddisch von den Anfängen bis zum Buchdruck darzustellen. Dazu werden verschiedene Formen der Schriftlichkeit in jiddischer Sprache vorgestellt. Die gewählten Zeugnisse reichen von Glossen und Einwort-Belegen, Rechtstexten, Kurztexten über Briefe und narrative Texte bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen. Diese verschiedenen Genres führen eindrücklich die vielfältige Verwendung der frühen jiddischen Sprache vor Augen.
Kuratiert wurde die Ausstellung von der Jiddistik und der Juniorprofessur Mittelalterliche Geschichte mit Schwerpunkt in der jüdischen Geschichte an der Universität Trier und dort 2025 erstmals gezeigt. In Erfurt wird sie im Rahmen des Yiddish Summer Weimar 2026 erneut gezeigt.
Die Eröffnung findet am 20. Juli 2026 um 18:00 Uhr mit Vorträgen von Prof. Dr. Simon Neuberg, Fabian Heyduck M.A. und JProf. Dr. Andreas Lehnertz statt.
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