Ausstellung zeigt Erfurter Schatz in New York
Sechs Gewandschließen und eine Silberschale werden ausgestellt
Unter dem Titel „Sacred Splendor: Jewish Ritual Art and Christian Treasures from St. Vitus Cathedral in Prague“ zeigt eine Sonderausstellung jüdische und christliche Kunstschätze aus dem mittelalterlichen Europa. Im Mittelpunkt stehen Exponate aus dem Prager Veitsdom, die durch Objekte aus unter anderem Speyer, Köln, Mainz, Nürnberg und Weißenfels ergänzt werden.
Aus dem Erfurter Schatz werden sechs Gewandschließen und eine Silberschale ausgestellt, die hervorragende Beispiele der mittelalterlichen Goldschmiedekunst sind. Sie sind sonst in der Dauerausstellung in der Alten Synagoge Erfurt zu sehen, wohin sie im Frühjahr 2027 nach der baubedingten Schließung zurückkehren werden.
„Wir sind sehr stolz, mit unserem Schatz bei dieser hochkarätigen Ausstellung im Jewish Museum in New York dabei zu sein“, sagt die Kuratorin der Alten Synagoge Maria Stürzebecher, „aber wir freuen uns auch darauf, im kommenden Jahr die Stücke wieder bei uns zu zeigen.“
Der Erfurter Schatz wurde 1998 in der Erfurter Michaelisstraße bei archäologischen Grabungen entdeckt und gehört seither zum Sammlungsbestand des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA). Er besteht insgesamt aus über 3.800 Einzelteilen, darunter der ikonische goldene Hochzeitsring, zahlreiche Silbermünzen, Silberbarren, Gewandschmuck und weitere kunsthandwerklich hochwertige Schmuckstücke und Gefäße Erfurt.
Wie die Alte Synagoge, die Mikwe und das Steinerne Haus, die das UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt Erfurt bilden, bezeugt der Schatz das reiche mittelalterlich-jüdische Erbe der Stadt.