Begegnungsstätte Kleine Synagoge

Musiker an Geige und Kontrabass. Im Vordergrund sitzt Publikum
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Am 9. November 1998 wurde die Begegnungsstätte Kleine Synagoge feierlich eröffnet. Hier finden vielfältigste Veranstaltungen statt wie Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Konzerte und Tagungen.

Ziel ist es dabei immer, Berührungsängste zwischen Juden und Nichtjuden abzubauen, indem Wissen über jüdische Geschichte und Religion vermittelt und die Begegnung zwischen den Religionsgruppen gefördert wird. So leistet die Begegnungsstätte einen Beitrag zum toleranten Umgang miteinander.

Daneben werden in der Begegnungsstätte Kleine Synagoge auch folgende Veranstaltungen und Events ohne Bezug zur jüdischen Kultur und Geschichte angeboten, die ebenso den offenen Austausch fördern.

Veranstaltungen in der Begegnungsstätte ohne thematischen Bezug

Vier Musiker und Muikerinnen mit ihren Instrumenten, auf einem grünen Sofa bzw. Stuhl sitzend, einer stehend.
Foto: © Steffen Langbein

Im April

Samstag, 21.04.2018, 19:00 Uhr
Konzert Celtic Affairs
mit dem Ensemble Vespertilio

Das neue Programm des Ensembles „Vespertilio“ widmet sich keltisch inspirierter Musik. Was haben die Bretagne, Irland, Schottland und England gemeinsam? Die Klarheit und Unverwechselbarkeit eines einzigartigen musikalischen Erbes. Traditionelle Balladen und Lieder voller Charakter und Ursprünglichkeit verweisen auf die gemeinsamen Wurzeln.

Einlass ab 18:30 Uhr

Eintritt: 12 € / 10 € ermäßigt und im Vorverkauf

Karten bei der Erfurter Tourist-Information oder an der Abendkasse

Freitag, 27.04.2018, 20:30 Uhr
Lesung: Moderne iranische Poesie. Zweisprachiger Leseabend mit den Gedichten der Dichterin und Filmregisseurin Forough Farrokhzad (1934-1967)

„Behalte den Flug im Gedächtnis. Der Vogel ist sterblich“. (Aus „Lasst uns an den Beginn der kalten Jahreszeit glauben“)
Forough Farrokhzad ist die bedeutendste iranische Dichterin mit der Verwendung der freien (nicht-traditionellen) Versform in Iran vor der 1979er Revolution. Ihre Poesie ist die Stimme einer Grenzgängerin, einer protestierenden Frau gegen die traditionellen Geschlechterrollen in der iranischen Gesellschaft der 1950er und 1960er.

Moderator: Dr. Yahya Kouroshi (Literaturwissenschaften)
Leser/-innen: Dr. Yahya Kouroshi, Aline Bauerfeind
Veranstalter: Universität Erfurt, Böll-Stiftung

Eintritt frei | ohne Voranmeldung

Im Mai

Montag, 07.05.2018, 18:30 Uhr
Vortrag mit Diskussion: „Die Militarisierung der Flüchtlingsabwehr an der EU-Außengrenze“

Referentin: Jacqueline Andres, Informationsstelle Militarisierung
Veranstalter: Initiative RISE
Eintritt frei | ohne Voranmeldung

Bei dem Gipfeltreffen in Rom zur Migrationspolitik im März 2017 fasste Thomas de Mazière die aktuellen Ziele der EU kurz und bündig zusammen: „Die europäischen und nordafrikanischen Staaten müssten gemeinsam versuchen, die Menschen aus Afrika daran zu hindern, sich durch Libyen auf den Weg zu machen. Wir müssen den Grenzschutz verstärken, den Küstenschutz auch Libyens, und wir müssen entschlossen diejenigen zurückführen aus Europa, die dann doch angekommen sind.“

Im dritten Teil der Veranstaltungsreihe von Refugee International Support Erfurt (RISE) zur Europawoche 2018 informiert Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. über die Migrations- und Wirtschaftspolitik der EU, mit der die EU die Technologisierung und den Ausbau des Grenzschutzes in nordafrikanischen Länder vorantreibt, abgesehen von der stetig voranschreitenden Grenzvorverlagerung, die sich immer weiter Richtung Äquator ausdehnt. Dabei schreckt die EU weder vor einer Zusammenarbeit mit Diktatoren noch mit Milizen zurück, obwohl diese nachweislich in die Schaffung von Sklavenmärkten verwickelt sind. Die EU verschlimmert durch ihre Migrations- und Wirtschaftspolitik zusehends die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort. Profiteure dieser Politik sind neben der repressiven Machthabenden, die zu Partnern der EU in der Migrationsbekämpfung erkoren wurden, u.a. die europäischen Sicherheits- und Rüstungsunternehmen - auch in Erfurt und Umgebung.

Donnerstag 17.05.2018, 19:30 Uhr
Konzert „hörensagen - Ein Abend unter Musikern“

Nachwuchskünstler live erleben
Zwei Duos sind zu Gast:
Frink (Münster) & ZyLindas (Erfurt)
Veranstalter: Highslammer e.V.
Eintritt: 8€/ 6€(erm), Tickets an der Abendkasse

Mittwoch, 23.05.2018, 18:00 Uhr
Vortrag: „Zwischen Eigensinn und Gemeinsinn – Von den Höhen und Tiefen der Zusammenarbeit im Kulturbereich“

Referent: Dr. Patrick S. Föhl, Leiter des Netzwerk Kulturberatung/Head of Network for Cultural Consulting Berlin
Veranstalter: Kulturpolitische Gesellschaft e.V
Eintritt frei
Um Anmeldung bis zum 14. Mai 2018 per E-Mail an Erfurterdebatte@gmx.de wird gebeten.

Im Rahmen der gesellschaftlichen Herausforderungen und einem neuen Interesse an Kunst und Kultur als regionale Entwicklungsfaktoren, lässt sich seit Jahren die starke Zunahme von Kooperationen im Kulturbereich beobachten. Kooperativ soll mehr erreicht werden, man möchte voneinander lernen, stärkeres Gehör finden oder sich schlichtweg besser abstimmen. Allerdings sind der Aufbau und »die Governance« entsprechender Netzwerke nicht selten eine große Herausforderung. Entsprechende Entwicklungen in Kulturpolitik, Kulturarbeit und Kulturmanagement werden im Eröffnungsimpuls unter die Lupe genommen.

Veranstaltungen im Zeitraum der nächsten 180 Tage

Ausschnitt eines Türrahmens mit hebräischer Inschrift
©  Stadtverwaltung Erfurt

Führung durch die Kleine Synagoge

06.05.2018 15:00 – 16:00

An jedem ersten Sonntag im Monat findet um 15:00 Uhr eine öffentliche Führung durch die Begegnungsstätte Kleine Synagoge statt. …

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Lange Nacht der Museen

25.05.2018 18:00 – 24:00

Jährlich findet in Kooperation mit der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena-Weimarer Land die Lange Nacht der Museen statt. Die städtischen Museen und Galerien zusammen mit …

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Ausschnitt eines Türrahmens mit hebräischer Inschrift
©  Stadtverwaltung Erfurt

Führung durch die Kleine Synagoge auf Russisch

26.05.2018 11:00 – 12:30

Am Samstag, den 26. Mai, führt um 11:00 Uhr Inna Kurzbach auf Russisch durch die Begegnungsstätte Kleine Synagoge.

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