Antragschronologie

Im Jahr 2012 begannen die Beratungen zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste. Jedes Bundesland durfte maximal zwei neue Welterbestätten vorschlagen. Die Bewerbung der Landeshauptstadt wurde vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) in die Kultusministerkonferenz eingebracht.

Vor der Nordfassade der Alten Synagoge überreicht der Beigeordnete für Bau und Verkehr Ingo Mlejnek das Dossier zum OUV an den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie
Foto: Ingo Mlejnek, Beigeordneter für Bau und Verkehr (links), überreicht das Dossier zum OUV am 17. Juli 2012 an den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Zur fachlichen Unterstützung hat die KMK eigens einen Beirat einberufen. In den Jahren 2013 und 2014 wurden die Vorschläge aus allen Bundesländern von den Experten verschiedener Fachrichtungen begutachtet. Im Frühjahr 2014 gab der Fachbeirat eine Empfehlung über die Zusammensetzung und Reihenfolge der neuen Tentativliste ab, auf die sich die KMK im Juni offiziell geeinigt hat.

Danach wurde Erfurt mit seinem jüdisch-mittelalterlichen Erbe als sechster der insgesamt neun neuen Vorschläge aufgenommen, die voraussichtlich ab 2017 an der Reihe sind, sich bei der Unesco zu bewerben. Je nach Fortgang der Bewerbungen, die vor der Thüringer Landeshauptstadt an der Reihe sind, wird diese voraussichtlich in den Jahren 2020 bis 2022 ihren Antrag bei der Unesco einreichen.