Die Alte Synagoge Erfurt

Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
Foto: © Papenfuss - Atelier für Gestaltung

Die Alte Synagoge ist mit ihren ältesten Bauteilen aus dem 11. Jahrhundert die älteste, bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Hier ist 2009 ein außergewöhnliches Museum entstanden und ein Ort geschaffen worden, an dem mittelalterliche Sachzeugnisse der jüdischen Gemeinde Erfurts der Öffentlichkeit zugänglich sind. Zusammen mit der Dokumentation der Baugeschichte der Synagoge selbst sollen sie ein Schlaglicht auf die Geschichte der Erfurter Gemeinde werfen, die im Mittelalter eine herausragende Stellung in Europa innehatte.

Die Ausstellung der Alten Synagoge veranschaulicht die Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde Erfurts. Im Hof sind Grabsteine des zerstörten mittelalterlichen Friedhofs zu sehen. Die Baugeschichte der Synagoge ist Thema im Erdgeschoss. Der Keller beherbergt den in der Nähe der Synagoge gefundenen Schatz, den ein Jude während des Pogroms von 1349 vergrub. Die Erfurter Hebräischen Handschriften werden im Obergeschoss thematisiert.

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Das Foto zeigt den Abguss des Siegels der jüdischen Gemeinde zu Regensburg von 1356. In der Mitte des runden Siegels ist links ein sechszackiger Stern und rechts danaben ein nach links zeigender Halbmond in Relief zu sehen. Rund herum laufen hebräische Schriftzeichen, die von zwei Schmuckbändern eingfasst sind. Im Bild oben ist in dem Schriftband ein weiterer kleiner Stern mit vier Zacken eingearbeitet.
©  Arye Maimon-Institut, Universität Trier; Original: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München

Erfurt, Regensburg, Trier - Judensiegel im mittelalterlichen Reich

13.06.2017 19:30 – 21:00

Beglaubigungstätigkeit und Selbstrepräsentation. Ein Vortrag von Andreas Lehnertz, Arye Maimon-Institut für die Geschichte der Juden, Universität Trier

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