Die Alte Synagoge Erfurt

Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
Foto: © Papenfuss - Atelier für Gestaltung

Die Alte Synagoge ist mit ihren ältesten Bauteilen aus dem 11. Jahrhundert die älteste, bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Hier ist 2009 ein außergewöhnliches Museum entstanden und ein Ort geschaffen worden, an dem mittelalterliche Sachzeugnisse der jüdischen Gemeinde Erfurts der Öffentlichkeit zugänglich sind. Zusammen mit der Dokumentation der Baugeschichte der Synagoge selbst sollen sie ein Schlaglicht auf die Geschichte der Erfurter Gemeinde werfen, die im Mittelalter eine herausragende Stellung in Europa innehatte.

Die Ausstellung der Alten Synagoge veranschaulicht die Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde Erfurts. Im Hof sind Grabsteine des zerstörten mittelalterlichen Friedhofs zu sehen. Die Baugeschichte der Synagoge ist Thema im Erdgeschoss. Der Keller beherbergt den in der Nähe der Synagoge gefundenen Schatz, den ein Jude während des Pogroms von 1349 vergrub. Die Erfurter Hebräischen Handschriften werden im Obergeschoss thematisiert.

Aktuelle Veranstaltungen

Mittelalterliche Stadtkarte

Führung „… für das Haus unter dem Gang hinter die Schulen.“

22.02.2018 16:00 – 17:30

Am Donnerstag, dem 22. Februar 2018 führt um 16:00 Uhr Dr. habil. Barbara Perlich durch das Wohngebiet der zweiten jüdischen Gemeinde in Erfurt. Die Führung „… für das Haus unter dem Gang hinter die Schulen.“ findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Gekommen um zu bleiben? Die zweite jüdische Gemeinde in Erfurt 1354 – 1454“ statt, die bis zum 08.04.2018 in der Alten Synagoge zu sehen ist.

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Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
©  Papenfuss - Atelier für Gestaltung

Öffentliche Führung durch die Alte Synagoge

24.02.2018 11:15 – 12:45

Immer samstags um 11:15 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Alte Synagoge statt. Besucher erfahren spannende Details zur Bau- und Nutzungsgeschichte der ältesten bis auf das Dach erhaltenen Synagoge Mitteleuropas, über den Erfurter Schatz sowie über die Erfurter Hebräischen Handschriften.

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Führung „Frauen im Judentum“ – Sonderführung anlässlich des Internationalen Frauentags

08.03.2018 11:00 – 12:30

Anlässlich des Internationalen Frauentags bietet das Netzwerk „Jüdisches Leben Erfurt“ am Donnerstag, dem 8. März 2018, 11:00 Uhr eine Sonderführung an. Unter dem Titel „Frauen im Judentum“ werden im Rahmen der Führung Orte und Objekte der Alten Synagoge, der mittelalterlichen Mikwe und der Kleinen Synagoge unter besonderer Berücksichtigung der Frauengeschichte vorgestellt.

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10 Minuten Stadtgeschichte. Der Pogrom am 21. März 1349

21.03.2018 12:00 – 12:10

Am Mittwoch, den 21. März 2018, spricht Hardy Eidam um 12:00 Uhr für 10 Minuten über den Pogrom, der sich 669 Jahre zuvor am gleichen Tag ereignet hatte und die erste jüdische Gemeinde in Erfurt auslöschte.

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links Text mit Ausstellunginfos, rechts ein alter Wagen
©  Albrecht von Kirchbach

Vortrag „Hebräische Notizen und Rückvermerke an Urkunden aus Erfurt und anderen Städten des mittelalterlichen Reichsgebietes.“

22.03.2018 19:30 – 21:00

Am Donnerstag, dem 22. März 2018 spricht um 19:30 Uhr Andreas Lehnertz über hebräische Notizen und Rückvermerke an Urkunden aus Erfurt und anderen Städten des mittelalterlichen Reichsgebietes. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Gekommen um zu bleiben? Die zweite jüdische Gemeinde in Erfurt 1354 – 1454“ statt, die bis zum 8. April 2018 in der Alten Synagoge zu sehen ist.

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Fassadenausschnitt. Ein großes, rundes Rosettenfenster wird von zwei kleineren Lanzetfenstern flankiert
©  Papenfuss – Atelier für Gestaltung

Kinderführung „Vom Kommen und Gehen. Unterwegs im Mittelalter“

03.04.2018 11:00 – 12:00

Am Dienstag, dem 3. April 2018 findet um 11:00 Uhr eine Führung für Familien durch die Alte Synagoge und die dortige Sonderausstellung „Gekommen um zu bleiben? Die zweite jüdische Gemeinde in Erfurt 1354 – 1454“ statt. Unter dem Titel „Vom Kommen und Gehen“ sind große und kleine Entdecker in der Alten Synagoge im Mittelalter unterwegs und erfahren spannende Details aus dieser Zeit.

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links Text mit Ausstellunginfos, rechts ein alter Wagen
©  Albrecht von Kirchbach

Podiumsdiskussion „Gekommen um zu bleiben?“ – Die jüdische Gemeinde als Handlungsfeld politischer Mächte

08.04.2018 15:00 – 16:30

Am Sonntag, dem 8. April 2018 diskutieren um 15:00 Uhr Dr. Anselm Hartinger und Hardy Eidam über die jüdische Gemeinde als Handlungsfeld politischer Mächte. Die Veranstaltung findet als Finissage der Sonderausstellung „Gekommen um zu bleiben? Die zweite jüdische Gemeinde in Erfurt 1354 – 1454“ statt, die am 8. April noch bis 18:00 Uhr zu sehen ist.

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Zu sehen ist eine Reihe von Gräbern inmitten einer Grünanlage. Teilweise sind es einfache Grabsteine, teilweise Monumente, wie sie für das 19. jahrhundert typisch sind, beispielsweise die Form eines Obelisken nachempfindend.
©  Papenfuss Atelier, Weimar

Jüdische Friedhöfe in Thüringen

10.04.2018 19:30 – 21:00

Ein Vortrag von Nathanja Hüttenmeister, Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

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