Neubeginn und unerwartete Blüte

Die 1945 unter Max Cars neu gegründete jüdische Gemeinde zählte in ihren Reihen nur etwa 20 Personen, die bereits der früheren Synagogengemeinde angehört hatten, erhielt aber Zuwachs aus anderen Gebieten, zumeist aus Osteuropa. Doch wanderten gleichzeitig viele Gemeindemitglieder in das gerade gegründete Israel aus. Am 31.08.1952 wurde an der Stelle der zerstörten Großen Synagoge die Neue Synagoge eingeweiht. Dort finden heute Gemeindeleben und Gottesdienste statt: Seit 1990 bis etwa 2005 verzeichnete die Erfurter Gemeinde einen Zuzug an Mitgliedern, hauptsächlich aus den Staaten der ehemaligen UdSSR. Heute hat die Jüdische Landesgemeinde Thüringen etwa 800 Mitglieder.

festlich gekleideter Mann mit Kippa wirft sich einen Gebetsschal über den Kopf und die Schultern

Die jüdische Gemeinde

Heute hat die Jüdische Landesgemeinde Thüringen etwa 800 Mitglieder, darunter 500, die in Erfurt leben. Der Vorsitzende der Religionsgemeinschaft ist Professor Reinhard Schramm. Konstantin Pal ist seit 2010 Rabbiner der Gemeinde.

Fassade der Neuen Synagoge, einem schlichten, gelb gestrichenen 1950er Jahre Bau

Die Neue Synagoge

Die Neue Synagoge wurde 1952 als einziger DDR-Synagogenneubau auf dem Grundstück errichtet, auf dem zunächst die Große Synagoge stand - die die Nationalsozialisten 1938 niederbrannten. Hier ist heute das Zentrum des Gemeindelebens. Außerdem finden hier die Gottesdienste statt.

Vielfältige Grabsteine angeordnet auf einer Wiese mit Bäumen umgeben.

Der Neue Jüdische Friedhof

Der im späten 19. Jahrhundert angelegte Friedhof dient der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen als Begräbnisstätte.

schwarz-weiß Aufnahme der zerstörten Großen Synagoge in Erfurt

Die Große Synagoge

Den 1884 eingeweihten prächtigen Bau der Großen Synagoge brannten die Nationalsozialisten 1938 nieder.