DenkNadel

Die DenkNadel - bestaunt, (manchmal) verspottet, beachtet und behütet

Die Künstlerin: Sophie Hollmann, geb. 1986 in Erfurt; Ausbildung an der Walter-Gropius-Schule in Erfurt, Fachoberschule für Gestaltung, bis 2004; Studium an der Anhalt University of Applied Sciences; 2009 Master of Arts in Integrated Design.

Kunstkommission und Kulturausschuss des Erfurter Stadtrates wurden konsultiert. Ein Preisausschreiben, gerichtet an Studierende und SchülerInnen, blieb ohne die erwartete Resonanz.

Ausschreibung eines offenen künstlerischen Wettbewerbs im Sommer 2008. Ausstellung der zehn eingereichten Wettbewerbsentwürfe anlässlich des 70. Jahrestags der Novemberpogrome in der damals noch nicht als Museum eröffneten Alten Synagoge Erfurt. Die Jury wählte die drei besten Beiträge aus, der Vorschlag "Zeichensetzung" erhielt den ersten Preis.

Der 9. November 2009 war ein besonderer Tag für den Arbeitskreis und vier "Nadelstiche" in unserer Stadt: Fünf Namen, vier Orte - ein bewegender Tag, angereiste Angehörige derer, an die die DenkNadeln erinnern, aus Frankreich, Israel und Bayern legten Blumen nieder, ein großes Presseecho und Freude bei den Mitgliedern des Arbeitskreises.

Am 9. November 2013 wurde mit der DenkNadel für Herta Simon in der Lutherstraße 5 die neunte und vorerst letzte DenkNadel übergeben.

Die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein engagiert sich:

  • finanziell mit der Bezahlung der Fundamente und des Flyers zum Projekt
  • organisatorisch
  • personell mit der Einbettung in das Netzwerk "Jüdisches Leben  Erfurt" und Forschungsarbeiten zu deportierten und ermordeten Erfurter Juden

Das Gesamtprojekt der DenkNadel ist eingebunden in das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt".
Begleitende Maßnahmen sind:

  • Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit ist unverzichtbar, um Namen, Orte und Schicksale zum Sprechen zu bringen.
  • Aktionen, Denktage und Schulprojekte sind erwünscht.
  • Mit der Erstellung eines Flyers sollte vor allem die Arbeit in Schulen unterstützt werden.